Trockengarten
Die Variante des mallorquinischen Gartens, die aufhört, mit dem Sommer zu streiten. Dicker Kies, robuste Bepflanzung und eine Bewässerung, die zum Anwachsen da ist und danach weitgehend still bleibt.
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Kies ist Aufbau, nicht Dekoration
Ein richtiger Trockengarten hat eine Kiesschicht, die dick genug ist, um die Bodenoberfläche trocken zu halten, während der Wurzelraum darunter kühl und feucht bleibt. Das unterdrückt Unkraut, senkt die Verdunstung und verhindert, dass der Wurzelhals einer Pflanze nach einem Herbstregen fault.
Die Bepflanzung wirkt als Textur, nicht als Blumenbeet. Gräser, polsterförmige Sträucher und stachelige Formen vor offenem Kies, wobei die Zwischenräume so viel leisten wie die Pflanzen selbst.
Am schönsten ist er im späten Frühjahr, über den Sommer wird er silbrig, und nach dem ersten kräftigen Regen kommt er zurück. Wer einen Garten erwartet, der im August seinen Höhepunkt hat, ist beim falschen Stil, auf dieser Insel wie überall.
Typische Zutaten
- Dicke Schicht aus Kies oder Splitt
- Durchlässiger Boden, vor der Pflanzung aufgelockert
- Gräser, Wolfsmilch, Zistrose, Brandkraut und Heiligenkraut
- Sukkulenten und Agaven sparsam eingesetzt
- Findlinge und Stein als Teil der Komposition
- Tropfbewässerung nur in den Anwachsjahren
- Nirgends Rasen
- Weite Abstände, damit Pflanzen ihre volle Form erreichen
Wie so etwas gebaut wird
Trockenheitsverträgliche Gärten
Muss ein Trockengarten überhaupt gegossen werden?
In den ersten zwei bis drei Jahren ja, und zwar richtig. Danach kommen viele Grundstücke allein mit dem Winterregen aus, mit gelegentlicher Hilfe in einem extremen Sommer.
Sieht er im August tot aus?
Er wirkt silbrig und ruhig statt grün. Das ist der ehrliche Tausch, und deshalb passt der Stil zu manchen Eigentümern und zu anderen nicht.
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